Im Haus ist es kuschelig warm, der Kachelofen ist beheizt und am Tischherd köchelt der Tee. Draußen schneit es und drinnen schnurrt das Spinnrad. Vier interessierte Frauen haben sich am Eckholz eingefunden, um von Judith Riegler die alte Kunst der Wollverarbeitung - nämlich das Spinnen mit dem Spinnrad - zu erlernen.
Füchse, Dachse, Marder, Rehe, Mäuse, Eichkätzchen, Vögel & Co. Sie alle leben in unseren Wäldern und verfolgen ihre täglichen Routinen. Leider bekommen wir sie wenig zu Gesicht, sie sind oft scheu und verstecken sich schnell, wenn sie uns hören. Unsere Wildtiere hinterlassen jedoch Spuren, die uns ihre Anwesenheit verraten. Uns so machten sich am 22.Jänner einige interessierte Kinder wie Detektive auf die Suche nach Spuren, um Aufschluss über das Leben der Tiere in unseren Wäldern zu gewinnen.
„Kindern erzählt man Geschichten, damit sie einschlafen. Erwachsenen, damit sie aufwachen.“ (Jorge Bucay)
Wer also denkt, Märchen seien nur etwas für Kinder, der irrt sich. Märchen beeindrucken durch ihre Symbolkraft. Spielerisch regen sie das schöpferische Denken an und erschließen so sprudelnde Kraftquellen für die Herausforderungen des Alltags.
Deshalb lässt spür.sinn mit den Feuer-Worten die Tradition des mündlichen Erzählens aufleben.
Das Glutbrennen ist eine der vielen handwerklichen Methoden unserer Vorfahren. Es ermöglicht, ohne spezielle Werkzeuge Essschalen, Löffel oder Trinkgefäße herzustellen. Bis auf ein Schnitzmesser arbeitet man ausschließlich mit natürlicher Materie: Feuer, Luft, Holz, Sand, Stein.
Ob das wirklich funktioniert, das haben die Kinder bei der Herstellung eines Löffels mit spür.sinn probiert...
"Stellen sie sich vor, es gäbe ein Zaubermittel, das ihr Kind stillsitzen und aufmerksam zuhören lässt, das gleichzeitig seine Fantasie beflügelt und seinen Sprachschatz erweitert, das es darüber hinaus auch noch befähigt, sich in andere Menschen hineinzuversetzen und deren Gefühle zu teilen, das gleichzeitig sein Vertrauen stärkt und es mit Mut und Zuversicht in die Zukunft schauen lässt ... Dieses unbezahlbare Zaubermittel sind die Märchen, die wir unseren Kindern erzählen oder vorlesen." So beginnt der Neurobiologe Prof.Gerald Hüther einen Bericht über die Bedeutsamkeit der Märchen im Zusammenhang mit der Gehirnentwicklung unserer Kinder.
Die Waldläuferbande der Dachse traf sich im Herbst jeden Freitag Nachmittag zum gemeinsamen Werken und Spielen. Die Dachse kennen sich schon etwas länger, sind eng miteinander vertraut und bilden ein gutes Team.
Die Waldläuferbande der Füchse traf sich im Herbst jeden Dienstag Nachmittag zum gemeinschaftlichen Spiel in der Natur und umfasste 16 Kinder im Alter von 6 bis 9 Jahren. Die meisten Mädchen der Gruppe kamen schon seit längerer Zeit zu uns auf Eckholz, vor allem die Buben sammelten ihre ersten Erfahrungen als Waldläufer. Die Gruppe war sehr ausgeglichen, bestehende Freundschaften wurden gefestigt und neue waren schnell geknüpft.
Am liebsten streunten die Kinderim Wald umher, kletterten auf Bäume und liebten das Spiel mit dem Seil.
Die Waldläuferbande der Raben umfasste 16 Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren, Buben und Mädchen bunt gemischt. Einige Kinder brachten schon Waldläufererfahrung mit sich, für die meisten war das wöchentliche Treffen im Wald neu. Die Gruppe hat sich schnell durchmischt, neue Freundschaften wurden geschlossen und am liebsten verbrachten die Waldläufer ihre Zeit mit Streunen, dem Bau eines geheimen Lagers und dem Seilspringen.